Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
BEISPIEL

Schlaffe Lähmung
Patient:	                                           männlich
Alter:		                                                ca. 30 Jahre
betroffene Seite:        	                                links


Anfangsbefund:
An Arm und Bein kein nutzbares Eigenpotential. Beginnende Atrophie der 
Streckmuskulatur am Arm und Unterschenkel. 
Tiefensensibilitätsstörung an der gesamten betroffenen Körperhälte. 
Keine willkürliche Streckbewegung an Arm und Fuß.

Behandlungsablauf:
Da kein Muskelpotential an der betroffenen Seite nutzbar war, wurde der Patient 
ca. 40 Behandlungen am Arm sowie ca. 30 Behandlungen am Bein über die 
Fernbedienung therapiert. Das heißt, der Patient löst den Stimulationsstrom 
aus, indem er die gewünschte Bewegung mit der nicht betroffenen Seite durchführt 
und somit den fehlenden Impuls der betroffenen Seite ersetzt. 
Durch die symmetrische ständige Wiederholung bekommt das Gehirn die positive 
Rückmeldung, daß die Bewegung an der betroffenen Seite durchgeführt wurde und 
kann daher das vorher nicht verwertbare Eigenpotential soweit ausbauen, daß 
sich ein minimales Eigenpotential ergibt, auf dem dann weiter aufgebaut werden kann.

Dies wurde in diesem Fall bei der ca. 40. Behandlung mit 0,7 µV am Arm gemessen. 
Während der weiteren Therapie konnte jetzt direkt behandelt werden, indem der 
Patient diese minimale Bewegung (in die Extension) nutzte und gezielt mit der 
betroffenen Seite den Stimulationsstrom auslöste.

Dadurch bilden sich synaptische Schaltstellen im Gehirn und der Patient lernt, 
Bewegungen willkürlich und selbständig auszuführen indem er:

1.  eine Bewegung in die Streckung einleitet,
2.  der PeR-Y-Rehabilator diese Bewegung endgradig vollendet,
3.  das Gehirn positive Rückmeldungen erhält,
4.  eine Speicherung von Daten im Gehirn stattfindet, die dann
    jederzeit wieder abgerufen werden können.

Während der Patient nun anfangs über eine angedeutete Extension im Handgelenk 
auslöste, zeigten sich erste Anzeichen einer Eigenbewegung der Finger, die sich 
nach ca. 110 Behandlungen als endgradige Extension des Daumens im Grundgelenk 
und anfängliche, jedoch noch nicht kontinuierliche Extension des Zeige- und Ring-
fingers stellt. Die Extension im Handgelenk hat sich weiterentwickelt, der Patient 
löste entweder über eine Handgelenk-Extension, die er jetzt versuchte während 
der Impulsgabe mit zu halten, oder über eine Daumen-Abduktion aus.
Das Muskelpotential ist danach auf 20 µV deutliche angestiegen.

Am Fuß begannen wir mit einem Muskelpotential von ca. 4 µV, welches sich im 
Verlauf der Therapieauf ca. 45 µV verbessert hat. Der Patient löst mittlerweile 
den Impuls mittels einer gezielten Extension des Vorfußes aus. 
Das Gangbild hat sich dadurch insofern schon verändert, als daß der Patient 
mehr Sicherheit beim Laufen angibt. 
Durch eine Verbesserung der Tiefensensibilität, die sich schon nach kurzer Zeit 
durch eine deutlichere Stromwahrnehmung andeutete, nimmt der Patient die hemiplegische 
Seite besser war.

Nach ca. 50 Behandlungen therapierten wir auch den Oberarm (M.triceps brachii). 
Das anfängliche Muskelpotential von ca, 7,5 µV konnte auf ca. 70 µV gesteigert werden. 
Der Patient hatte  eine gute Kontrolle über Punktum fixum und Punktum mobile, 
d.h. er streckte gezielt den Arm im Ellbogengelenk bei korrekter Haltung des Oberkörpers, 
während er dies anfangs durch das fehlende Bewußtsein für die betroffene Seite noch 
des öfteren vertauschte.
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