Beispiele verschiedener Behandlungsmöglichkeiten mit der 
         EMG getriggerten Stimulation / PeR-Y-Rehabilator
BEISPIEL:
Stark betroffenes Extrapyramidalsystem mit 
Beuge-/Streckspastik wechselweise
Patient:	                           weiblich
Alter:		                               ca. 16 Jahre
betroffene Seite:                       rechts

Anfangsbefund:
Patientin mit ausgeprägter wechselhafter Streck- bzw. Beugespastik an Arm und 
Bein links. Keine willkürliche Eigenbewegung der Finger, entweder Faustschluß 
mit Ellbogen- Flexion oder Finger-Hand-Ellbogen-Extension und ausgeprägter 
Retroversion. 
Bein Streckspastik, Fuß Beuge- bzw. Streckspastik wechselweise ohne Einfluß auf 
die jeweilig vorherrschende Spastik.

Muskelpotential:	Hand:	90 µV  (microvolt)                    Fuß:	70 µV
Behandlungsablauf:
Die Patientin konnte direkt an der betroffenen Seite behandelt werden. 
Mit Unterstützung des Therapeuten (Fixierung*) lernte sie schnell die jeweilige 
Spastik zu lösen, indem ihr die Entspannung durch den PeR-Y-Rehabilator 
angezeigt wurde.
Als nächster Therapieschritt stand dann der gezielte Extensionsversuch der Hand 
bei in selbständig gehaltener Flexion des Ellbogens im Vordergrund.

 * Fixierung eines Gelenkes und selbständiger Kontrolle des 
nächstfolgenden Gelenkes.

Nach ca. 20 Behandlungen war die Patientin in der Lage, die jeweils vorherrschende 
Spastik selbständig zu durchbrechen, d.h. Ellbogen und Handgelenk konnten 
unabhängig voneinander in Extension oder Flexion gebracht werden. Es zeigten sich 
anfängliche Eigenbewegungen der Finger. Die Patientin erkannte die betroffene Seite 
wieder an, da sie erstmalig nach dem Apoplex Kontrolle darüber hatte.

Die Beugespastik am Fuß war deutlich gehemmter. Die Patientin löste gezielt durch 
eine Vorfußextension aus und beherrschte die anschließende Entspannung ohne in 
Beuge- bzw. Streckspastik zu ziehen.

Nach ca. 30 Behandlungen konnte entweder durch willkürliche Extension des Zeige-
fingers oder Extension von Ring-, Mittel- und Kleinfinger der Faustschluß geöffnet 
werden. Das Muskelpotential verbesserte sich auf ca. 150 µV.

Die Streck-/Beugespastik am Fuß ist seitdem vollständig gehemmt. Das Gangbild hat 
sich fast normalisiert. Die Patientin hebt den Fuß gezielt. Das Muskelpotential liegt 
mit ca. 350 µV nahe dem der nicht betroffenen Seite (ca. 400 µV)
Zustand nach ca. 60 Behandlungen:
Die Patientin erarbeitete sich  eine Extension/Abduktion des Daumens mit 
anschließender Adduktion, ohne dabei die Beugespastik auszulösen. Da sie die 
Phalangen II-V tagesformabhängig schon gut unter Kontrolle hat, ist bei einer 
Verbesserung der Daumenbewegung ein noch gezielteres Greifen möglich. 
Seitdem nutzt sie die Bewegung der Finger schon sehr kontrolliert (Schnürsenkel 
binden, Gegenstände wie Tasse, Flasche, Kleidung greifen und abstellen, spielen, etc.) 
Die Patientin bezieht den betroffenen Arm in den Alltag wieder mit ein und versucht 
auch wieder zu malen und zu schreiben.

Am Fuß konnte ein gezielteres Einsetzen der Zehextension erreicht werden. 
Die Patientin löste dabei den Stimulationsstrom nun durch ein Anheben und Spreizen der 
Zehe aus und konnte diese Bewegung unter Impulsgabe halten. Ansonsten ist ein klares 
Gangbild erreicht worden.

zurück                   weitere Beispiele