Verschiedene medizinische Studien und Arbeiten
die über das Thema:
EMG getriggerte Stimulation / PeR-Y-Rehabilator®
erstellt und veröffentlicht wurden.

1.GESET Kongreß August 1999

Die Wertigkeit der EMG-gesteuerten Elektrostimulation
in der Therapie und Rehabilitation zentralnervöser 
Störungen - Stellungnahme der GESET

T.  Mokrusch (1), F.P. Bossert (2), E. David (3), A. Lange (4), B. Blum (5)

(1)Hedon-Klinik, Lingen und Universität Erlangen-Nürnberg
(2)AGET, Düsseldorf des ZVK, Köln
(3)Physiol. Institut der Universität Witten-Herdecke,
(4)Institut für Physikalische Medizin der Universität Dresden
(5)VPT, München

Zusammenfassung:
Die EMG-gesteuerte Elektrostimulation (EMG-ES) ist eine Behandlungsmethode, 
die zu den jüngeren Therapieverfahren zählt und sich zunehmender Beliebtheit 
erfreut. Sie entsprichteiner Kombinationstherapie aus Niederfrequenz-
Myostimulation, (Bio-)Feedback-Verfahren und Bewegungstherapie. 
Zielsymptome sind Spastik und Parese, für beides ist die Effizienz bewiesen.
Der Effekt beruht i.w. auf der Plastizität zentralnervöser Strukturen nach einer Läsion. 
Indikationen sind vor allem der Schlaganfall mit Hirninfarkt und Hirnblutung, aber 
auch andere zentralnervöse Läsionen wie Z.n. Operation, Trauma, Entzündungen, 
Multiple Sklerose etc. Als Einsatzgebiet diskutiert werden auch extrapyramidale 
Störungen, z.B. beim M. Parkinson. 
Die Stimulation kann EMG-initiiert, EMG-getriggert oder EMG-abhängig durchgeführt 
werden, Oberbegriff ist die „EMG-gesteuerte“ Elektrostimulation.
Nach Durchsicht der Literatur erstellt die GESET folgende Stellungnahme: 
Therapieerfolge der EMG-ES sind eine Minderung der Spastik sowie eine Zunahme 
der Willkürmotorik und damit eine Verbesserung der Fähigkeiten des täglichen 
Lebens (ADL). Die EMG-ES ist einer Monotherapie mit Krankengymnastik und 
auch einer Monotherapie mit Elektrostimulation überlegen. Sie kann angewendet 
werden bei zentralen Läsionen, unabhängig von der Ätiologie (die umfangreichsten 
Erfahrungen existieren in der Rehabilitation des Hirninfarktes), der Einsatz bei 
peripheren Läsionen ist nicht Gegenstand der vorliegenden Stellungnahme. 
Der Therapieerfolg ist um so größer, je früher die Therapie einsetzt (innerhalb des 
ersten Jahres nach Läsion), kann graduell abgeschwächt und verlangsamt aber auch 
noch nach weit über zehn Jahren erreicht werden. Vergleichbares gilt auch für das 
Lebensalter des Patienten. Motivation und Verständnis für die Therapie sind wesentliche 
Voraussetzungen für eine effektive Therapie, die Frage der Hemisphären-Bedeutung 
(Aphasie, Psychosyndrom) ist noch nicht ausreichend geklärt. Optimal ist eine 
professionell durchgeführte Therapie an 5 - 7 Tagen pro Woche mit einer Therapiedauer 
von 1-2 mal 30-60 Minuten pro Tag. Die Therapie sollte nach Beendigung der 
Akutbehandlung noch im Rahmen der stationären Frührehabilitation beginnen, gefolgt 
von einer längeren teilstationären und/oder ambulanten Behandlungsserie mit mindestens 
3-5 Therapiesitzungen pro Woche. Die Gesamt-Therapiezeit soll in der Regel mindestens 
3 Monate,höchstens 24 Monate betragen. Im ersten Behandlungsjahr soll eine Kontrolle 
des Therapieerfolges und der Indikation zur weiteren Behandlung alle drei Monate erfolgen, 
danach alle sechs Monate. Die Professionalität des Therapeuten soll überprüfbar sein. 
Der Umfang der tatsächlich durchgeführten Therapien soll am Gerät im Rahmen einer
 Prüfung ablesbar und damit nachvollziehbar sein.
Fazit: 
1. Die wichtigsten Erkenntnisse (z.B. zur generellen Wirksamkeit) gelten als statistisch 
abgesichert. 
2. Einige zweitrangige Befunde liegen derzeit nur als Tendenzen vor; 
3. Für beide Feststellungen gilt, dass die 
Durchführung weiterer umfangreicher Studien dringlich angezeigt ist.

Schlüsselwörter: EMG-gesteuerte Elektrostimulation, klinische 
Wertigkeit, Stellungnahme, GESET
Studien  als Pdf.
Abstrakt des Vortrags und Posters zum 
1.Kongreß GESET 99
T.Mokrusch

Elektrotherapie:

Elektrotherapie wird in der neurologischen Rehabilitation hauptsächlich in der Behandlung 
von Schmerzzuständen sowie zur Reduktion von Spastik und zur Muskelkräftigung eingesetzt. 
In der Therapie von Bewegungsstörungen kommen zwei Frequenzbereiche (Nieder- 
und Mittelfrequenz) zum Einsatz.

Im Rahmen der motorischen Rehabilitation nehmen die Grenzgebiete zwischen Biofeedback 
und Elektrotherapie eine Sonderposition ein. Vor allem die EMG-initiierte, die EMG-
getriggerte sowie die EMG-abhängige Elektrotherapie gewinnen zunehmend an Bedeutung 
in der Behandlung der spastischen Parese. Alle drei Methoden nutzen die zerebrale Plastizität 
und trainieren den „Schaltkreis“:  Intention-Durchführung-Rückmeldung-Verarbeitung der 
Rückmeldung, indem das negative Feedback, welches üblicherweise nach einer zerebralen 
Läsion zustande kommt, durch den Einsatz dieser EMG-gesteuerten Elektrostimulation ins 
Positive umgekehrt wird, so wie es auch die klassischen Biofeedback-Therapien machen.

In einer Reihe von internationalen Studien - im wesentlichen an Patienten mit Hirninfarkt - 
hat die EMG-gesteuerte Elektrotherapie in verschiedenen Varianten ihre Wertigkeit 
bereits mehrfach bewiesen.
In einer eigenen Studie an 82 Patienten, in der die EMG-gesteuerte Elektrotherapie 
(EMG-ES) im Vergleich zur konventionallen Elektrotherapie und zur Bewegungstherapie 
(BT, Physiotherapie und Ergotherapie nach Bobath) untersucht wurde, 
kam die Überlegenheit dieser Therapieform erneut zum Ausdruck. Hinsichtlich der Reduktion 
von Spastik zeigte sich eine Kombination von Elektrotherapie plus BT der alleinigen 
Bewegungstherapie überlegen, wobei sich die beiden Elektrotherapie-Formen voneinander
nicht signifikantunterschieden. Bzgl. Der Verbesserung von Kraft und Mobilität erwies sich die 
EMG-gesteuerte Elektrostimulation beiden Kontrollgruppen überlegen. 

In weiteren Studien wurde deutlich, daß der Therapieerfolg nicht so sehr von der Dauer 
der Anamnese, sondern eher vom Lebensalter abhängt. Jüngere Patienten profitieren 
mehr von der Therapie, wobei der Zeiteffekt bislang noch nicht berücksichtigt wurde. 
Offenbar profitieren die älteren Patienten nur langsamer, nicht aber grundsätzlich weniger. 
Auch scheinen Hemisphärendifferenzen bei der Prognose eine Rolle zu spielen, da die 
Therapie bei Rechtshändern mit linkshirnigen Lösionen effizienter ist als bei Rechtshändern 
mit rechtshirnigen Läsionen.

Der Einsatz einer EMG-gesteuerten Elektrostimulation kann - als Fazit - im Rahmen der 
Rehabilitation nach Hirninfarkt als sinnvolle Therapiemaßnahme empfohlen werden, 
da sie zusätzlich zur Physiotherapie auch bei höherem Lebensalter des Patienten (-80 Jahre) 
eine deutliche Steigerung des Therapieerfolges bringt, selbst wenn der Insult schon 
Jahre zurückliegt (-10 Jahre).
  

Behandlung der hirninfarktbedingten spastischen
Hemiparese mit EMG-getriggerter Elektrostimulation /
PeR-Y-Rehabilator®

T. Mokrusch Hedon-Klinik, Lingen


ZUSAMMENFASSUNG


Die vorliegende Studie untersucht den Einfluß von EMG-getriggerter Elektrostimulation 
(EMG-ES) auf die spastische Hemiparese nach Hirninfarkt im Vergleich zur konventionellen 
Elektrotherapie und zur Bewegungstherapie (BT, Physiotherapie und Ergotherapie nach Bobath). 
Es wird über eine Serie von 44 Patienten berichtet, die 4 bis 16 Wochen lang behandelt wurden. 
Der Infarkt lag bei Therapiebeginn im Mittel 6 Wochen zurück (1 bis 9 Wochen, drei Sonderfälle 
mit einer Anamnesedauer von 1, 2, 5 und 8 Jahren). 
Behandlungsgruppe (EMG-ES plus BT): n=22, 
Kontrollgruppe (konventionelle Elektrotherapie plus BT): n=12, 
Kontrollgruppe (alleinige BT): n=10.  
Die Patienten aller drei Gruppen zeigten eine deutliche Reduktion der Spastik,evaluiert mit der 
modifizierten Ashworth-Skala und dem Pendeltest. 
Ferner kam es zu einem Anstieg der Kontraktionskraft und einer Verbesserung der Willkürmotorik, 
gemessen mit einem Hand-Myometer sowie dem Barthel-Index und dem FIM, auch die Lebens-
qualität wurde anhand der von Zerssen-Befindlichkeitsskala nach Therapie von allen Patienten 
besser eingeschätzt. 
Hinsichtlich der Reduktion von Spastik zeigte sich eine Kombination von Elektrotherapie plus BT 
der alleinigen Bewegungstherapie überlegen,wobei sich die beiden Elektrotherapie-Formen 
voneinander nicht signifikant unterschieden. 
Bezüglich der Verbesserung von Kraft und Mobilität erwies sich die EMG-getriggerte Elektrostimulation 
beiden Kontrollgruppen überlegen, auch in den drei Sonderfällen. 
Die untersuchte Form der EMG-getriggerten Elektrostimulation kann im Rahmen der Rehabilitation 
nach Hirninfrakt als sinnvolle additive Maßnahme empfohlen werden, selbst wenn der Insult schon 
Jahre zurückliegt.

Schlüsselwörter: spastische Lähmung, Hirninfarkt, Rehabilitation, 
Elektrostimulation, EMG, Muskel.

 Studien als Pdf.



Aus der Abteilung Neurologie und neurologische Frührehabilitaion der 
Hedon Klinik Lingen, Fachklinik für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
(Ärztlicher Direktor Prof. Dr.med.Thomas Mokrusch)

Die Behandlung spastischer Lähmungen mittels 
EMG-getriggerter Elektrostimulation / PeR-Y-Rehabilator®
      
 V.Klimmek, T.Mokrusch  Hedon-Klinik Lingen
Zusammenfassung                         veröffentlicht:Krankengymnastik  Nr.7 / 1996

Die Therapie spastischer Lähmungen verfolgt zwei Ziele:Einerseits soll die Spastik 
reduziert und andererseits die Willkürkraft gesteigert werden.
Die Methode der EMG-getriggerten Elektrostimulation greift in den gestörten Regelkreis-
Handlungsantrieb-Bewegungsentwurf-Durchführung der Bewegung-Rückmeldung-
Rückmeldung über Qualität/Quantitätder Bewegung insofern ein,als eine begonnene 
Willkürbewegung mittels elektrischer Stimulation vervollkommnetwird.
Wir berichten über Ergebnisse einer laufenden Untersuchungan Patienten mit 
spastischer Hemiparese nach Hirninfarkt.Die bisherigen klinischen Beobachtungen zeigen,
daß bei der Mehrzahl der Patienten die Spastik reduziert und die Willkürmotorik gefördert 
und gesteigert wird.
Untersuchung zur Effizienz der 
EMG-gtriggerten Stimulation (PeR-Y-Rehabilator®)
Elektrostimulation in der Behandlung der spastischen
Hemiparese nach zerebrovaskulärer Läsion.

 J.G.Heckmann et al. Neurologische Universitätsklinik Erlangen


Zusammenfassung                  veröffentlicht:Krankengymnastik  Nr.7 / 1996

Die spastische Hemiparese ist eine häufige Indikation zur neurologischen Rehabilitation. 
Die wichtigste Strategie zurVerbesserung der Motorik ist empirisch unbestritten die
Physiotherapie, wobei sich die unterschiedlichen Schulen in ihrer Effizienz nicht sicher 
unterscheiden. Der Stellenwerteiner adjuvanten Elektrostimulation ist bis heute noch nicht
klar definiert. 
Zur Untersuchung der Frage, ob mit der adjuvanten EMG-getriggerten Elektrostimulation 
das Rehabilitationsergebnis verbessert werden kann, werden zwei randomisierte 
Therapiegruppen (n=14)gebildet.

Beide Gruppen werden nach einem konventionellen Rehabilitationsprogramm, 
basierend auf demBobath-Konzept, therapiert.Die Gruppe I (Studiengruppe) erhält
zusätzlich über vier Wochen eine EMG-getriggerte Elektrostimulation, Gruppe II stellt 
die Kontrollgruppe ohne Elektrostimulation dar.
Mittlerweile liegen die Ergebnisse aller 14 Patienten der Gruppe I vor.Die Untersuchung 
der Kontrollgruppe ist noch im Gange, so daß eine abschließende Beurteilung nicht möglich ist.

Im Spastizitätsscore fand sich bei der Gruppe I eine durchschnittliche Rückbildung von 
0,74 Punkten an der oberen Extremität und von 1,29 Punkten an der unteren Extremität. 
Im Pendeltest betrug die Motilitätszunahme 0,13 Einheiten im „Relaxationsindex“ am spastisch-
paretischen Arm und 0,15 Einheiten am spastisch-paretischen Bein. Der klinisch bestimmte
Kraftzuwachs der Handextensoren nahm um 0,81 Kraftgrade und derjenige der Fußheber um 
1,76 Kraftgrade zu.
Im Barthel-Index erreichte die Gruppe 1 eine Verbesserung um 34,3 Punkte. Die derzeitigen 
Kenntnisse über die pathophysiologischen Mechanismen der EMG-getriggerten Elektrostimulation 
sind hypothetisch: 
Über visuelle, propriozeptive und kinesiologische Reize sollen motorische Lernprozesse sowie
neurophysiologische Umorganisationsvorgänge unterstützt werden, die eine dauerhafte 
Verbesserung der spastischen Hemiparese bewirken.

Schlüsselwörter: spastische Hemiparese - Elektrostimulation -
EMG - triggern.